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Aktuelle Neuigkeit aus dem Bereich: Familienrecht 02. Juni 2021

Die Inobhutnahme von Kindern und Jugendlichen durch das Jugendamt

Bei der Inobhutnahme handelt es sich um eine vorläufige Maßnahme des Jugendamtes zum Schutz eines minderjährigen Kindes oder Jugendlichen. Im Rahmen der Inobhutnahme wird das Kind bzw. der Jugendliche seinem elterlichen Hausstand entzogen und vorübergehend in einer anderen Familie oder Einrichtung untergebracht. Voraussetzung ist eine akute Kindeswohlgefährdung. Diese besteht dann, wenn ohne die vorgenannte Maßnahme von einer dauerhaften Schädigung des Kindes bzw. Jugendlichen auszugehen ist.

 

Selbstredend prüft der Allgemeine Soziale Dienst des zuständigen Jugendamtes die Gefährdungslage ausführlich und setzt die Eltern bereits während der Prüfung dieser über die Möglichkeit der Inobhutnahme des betroffenen Kindes bzw. Jugendlichen entsprechend in Kenntnis. Stimmen diese der Inobhutnahme nicht zu, kann das Jugendamt diese nur dann vornehmen, wenn zuvor eine familiengerichtliche Entscheidung eingeholt wurde oder eine dringende Gefahr besteht.

 

Widersprechen die Eltern des Kindes bzw. Jugendlichen der Inobhutnahme durch das Jugendamt, hat dieses unverzüglich das zuständige Familiengericht anzurufen und um eine Entscheidung zu ersuchen. Bis zu eben dieser verbleibt das betroffene Kind bzw. der betroffene Jugendliche jedoch in der Obhut des Jugendamtes.

 

Die Inobhutnahme eines Kindes bzw. Jugendlichen erfolgt seitens des zuständigen Jugendamtes auf der Grundlage eines Verwaltungsaktes. Erfolgt dieser lediglich mündlich, sollten die Eltern vom Jugendamt unverzüglich verlangen, dass dieser schriftlich bestätigt wird.

 

Nicht immer ist es jedoch sinnvoll, gegen eine erfolgte bzw. beabsichtigte Inobhutnahme eines Kindes bzw. Jugendlichen zu widersprechen. Stimmen die Eltern der Inobhutnahme zu, hat dies den Vorteil, dass sie die Personensorge für das Kind bzw. den Jugendlichen behalten und gegenüber dem Jugendamt ihre Kooperationsbereitschaft signalisieren.

 

Sollten auch Sie von einer Inobhutnahme Ihres Kindes betroffen sein, lassen Sie sich hinsichtlich Ihrer Rechte sowie der Möglichkeiten des weiteren Vorgehens durch einen fachkundige(n) Rechtsanwalt/Rechtsanwältin beraten. Gerne stehe ich Ihnen hinsichtlich der Wahrnehmung und Durchsetzung Ihrer familienrechtlichen Interessen jederzeit zur Verfügung.

21 Okt

Kein Lohn für Minijobber während des Lockdowns

Dies entschied nun das Bundesarbeitsgericht (BAG) im Rahmen seines Urteils vom 13.10.2021, 5 AZR 211/21.   Muss ein Arbeitgeber seinen Betrieb aufgrund des staatlich angeordneten Lockdowns zur Bekämpfung der Corona-Pandemie schließen, muss er das Risiko des Arbeitsausfalls nicht tragen. Ihm das Betriebs- und Lohnrisiko im Fall der fehlenden Beschäftigungsmöglichkeit des Arbeitnehmers aufzubürden, erweist sich als […]

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19 Okt

Die Sprinterklausel im Aufhebungsvertrag

Regelmäßig wird in Aufhebungsverträgen die sogenannte Sprinter- oder Turboklausel verwendet. Als solche wird eine Vereinbarung der Vertragsparteien über die vorzeitige Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitnehmer bezeichnet. Durch die Sprinterklausel wird ihm das Recht eingeräumt, das Arbeitsverhältnis  noch vor dem vertraglich vereinbarten Beendigungszeitpunkt mittels einer schriftlichen Mitteilung an den Arbeitgeber zu beenden.   Die Vorteile […]

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